Reggae – Locker und lässig

Wer sich Lieder aus dem Genre Reggae anhört, wird dabei fast schon automatisch an einen anderen Ort verfrachtet. Sofort erscheinen Bilder aus dem letzten Urlaub vor dem geistigen Auge und man kann die Sonne schon fast auf der Haut spüren. Auch die Stimmung verbessert sich schlagartig und man sieht sich selbst mit einem dicken Grinsen auf dem Gesicht durch die Gegend laufen. Doch was macht diesen besonderen Charme aus, den Reggae versprüht? Wieso spricht diese Musik so viele Menschen an und vermag ihnen so viel zu geben?

Der Musikstil Reggae als Lebensstil

Der aus Jamaika stammende Musikstil hat seit der Entstehung in den 60er Jahren schon unzählige Menschen erreicht und steht inzwischen sogar schon für einen eigenen Lebensstil sowie ein ganz besonderes Lebensgefühl. Die Anfänge finden sich wie gesagt in den 60er Jahren, wo kreative Musiker sich von den Musikrichtungen Country, Jazz, Blues, Soul und R&B inspirieren ließen und mit eigenen Elementen der Musik dann ihren eigenen Stempel aufdrückten. Wie jedoch der Name dieser Musikrichtung dann letztendlich entstanden ist, ist in der Branche recht umstritten. So denken die einen, dass das Wort Reggae seinen Ursprung im Lateinischen findet, während andere der Meinung sind, dass sich das Wort Reggae aus einem Begriff der Slang-Sprache ableitet. Welche dieser Behauptungen nun letztendlich stimmt, wird sich wohl nie mehr zu einhundert Prozent klären lassen und spielt im Grunde genommen auch keine so große Rolle. Schließlich zählt einzig und allein, was bei dieser Bewegung ans Licht getreten ist, und zwar die Musik! Über die Jahrzehnte hinweg hat sich der Reggae immer mehr einen Namen gemacht und wurde auch zunehmend charakteristischer.

Die typische Offbeat-Phrasierung ist dem Reggae ebenso treu geblieben wie die klassische Instrumentierung. Ebenso groß wie der Trubel um die Musik selbst waren auch bald die Ereignisse um die Musiker, welche sich dem Reggae verschrieben hatten. So brachte dieser Musikstil zahlreiche echte Größen hervor wie zum Beispiel den legendären Bob Marley, den bekannten Chuck Fender oder auch den allseits beliebten Jimmy Cliff. Auch Künstler aus anderen Musikrichtungen und Genres haben sich den Reggae zunutze gemacht und diesen in ihr Programm eingebaut. Besonders bekannt wurde hierbei der bayrische Liedermacher mit dem berühmten Namen Hans Söllner. Dieser nutzte nicht nur die Reggae-Musik für seine Auftritte, sondern wurde alsbald auch mit dem einzigartigen Lebensstil verbunden, welcher mit dem Reggae einhergeht beziehungsweise assoziiert wird. Egal, aus welchem Land die Reggae-Musik stammt, eines ist sicher, dieser Musikstil ist und bleibt faszinierend und findet somit unzählige Anhänger auf der ganzen Welt.

Was die Reggae-Musik ausdrücken will

Die Texte in Reggae-Liedern werden oftmals in sehr ursprünglichen Sprachen gesungen, wobei es hier selbstverständlich darauf ankommt, aus welchem Land der Künstler kommt. So nutzen gerade die Liedermacher aus Jamaika, dem Ursprungsland des Reggae auch die Sprache der Wurzeln, also Roots, welche Patois genannt wird. Die Aussage der Texte ist meist sehr gewaltig und soll die Menschen, die sich die Musik anhören berühren und bewegen. So geht es nicht selten um Missstände im Land oder in der Politik. Aber auch die Bewusstmachung des eigenen Ursprungs ist oftmals Thema in der Reggae-Musik!

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