Salsa – Musik, die mitreißt

Aus zahlreichen Filmen und Serien weltweit bekannt, bietet die Musikrichtung Salsa nicht nur Spaß und Unterhaltung, sondern stellt auch eine sehr interessante musikalische Errungenschaft dar. Die Geschichte, welche dabei hinter dieser lateinamerikanischen Musik steht, ist mindestens genauso lesenswert, wie die Musik selbst hörenswert ist. Wo Salsa aufgelegt wird, schafft es nahezu keiner, sich dabei stillzuhalten. Vielmehr springen die meisten Menschen sofort auf ihre Beine und schwingen schlichtweg das Tanzbein. Selbstverständlich gibt es hierfür auch den passenden Tanz, doch grundsätzlich kann man auf Salsa tanzen, wie man es selbst für richtig hält. Regeln gibt es hierfür nicht und erlaubt ist, was Spaß macht. Am besten lässt man sich einfach mitreißen!

Von den Anfängen des Salsa bis heute

Als Vorläufer des Salsa gelten heute verschiedene Geschichten, welche ihren Lauf im Jahr 1963 nahmen. In diesem Jahr löste Tito Rodriguez sein bis dato sehr bekanntes und beliebtes Orchester auf. Der ehemalige Pianist dieser Formatierung nutzte daraufhin seine neu gewonnene Freiheit und versuchte sich mit einer eigenen Gruppe, die „La Perfecta“. Hierbei fügte er den grundsätzlichen Elementen noch zwei Posaunen hinzu und schrieb obendrein eigene Arrangements. Mit dieser Zusammenstellung sicherte er sich die Vorreiterfunktion im Bereich des Salsa. In den darauf folgenden Jahren nahmen sich immer mehr Künstler diese außergewöhnliche Musik zum Vorbild und es erschienen zahlreiche neue Musiker auf der Bühne. Zur selben Zeit tauchte ein neues Plattenlabel auf der Bildfläche auf, das Plattenlabel Fania. Dieses war nicht nur unabhängig, sondern auch sehr interessiert an dieser neuen Musikentwicklung. Nachdem sich herausstellte, dass die zahlreichen Künstler oftmals nur kurze Leuchtfeuer am Salsa-Himmel waren, stellte das Plattenlabel seine eigene Band auf die Beine und sorgte damit im Jahr 1971 bei einem sensationellen Konzert für Aufsehen. Daraufhin folgten dann einige Platten und auch mehrere Filme, wobei diese die ersten Salsa-Filme der Geschichte darstellten.

Im Laufe der nächsten Jahre wurde die Musikrichtung Salsa immer populärer und es fanden sich über die Zeit auch immer mehr Fans und begeisterte Hörer. Zu Beginn der achtziger Jahre flaute der große Hype um die Salsa Musik jedoch wieder ein wenig ab. Das Plattenlabel Fania, welches noch vor wenigen Jahren den Mittelpunkt der Salsa-Bewegung darstellte, trat zunehmend aus dem Rampenlicht heraus und immer mehr Künstler versuchten sich in individuellen Solokarrieren. Zum Ende dieses Jahrzehnts kam dann ein Künstler namens Luis Enrique zunehmend in die Öffentlichkeit und startete ein groß angelegtes Statement entgegen des herkömmlichen Salsa, nämlich den sogenannten Salsa Romántica. Hierbei waren zwar die üblichen Rhythmen des Salsa enthalten, jedoch in wesentlich ruhigeren Tönen. Und genau dieser Trend hält sich bis in gegenwärtige Zeiten hartnäckig und prägt so das Bild des modernen Salsa.

Die Musikrichtung Salsa ist zeitlos

Wer sich für Salsa interessiert, sollte sich nicht nur von der Musik der heutigen Zeit einnehmen lassen. Schließlich was Salsa ursprünglich eine feurige Angelegenheit und verkörperte sehr deutlich auch die Mentalität der Ursprungsländer. Es lohnt sich also, auch einmal Musikstücke aus den siebziger Jahren aufzulegen, da sich hier längst vergessene Schätze finden. Und dann heißt es wieder, aufstehen und tanzen!

Foto: Sven Hoffmann – Fotolia.com

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